Ein Besuch auf Euböa oder Evia

Die Hauptstadt von Euböa ist eine schöne und moderne Stadt mit 45.000 Einwohnern. Das moderne Chalkida liegt an der Stelle des antiken Chalkis, von dem nur wenige Spuren erhalten sind. Wie beim antiken Chalkis ist die Schlüssellage an der Meerenge von Euripos der entscheidender Faktor für die Entwicklung. Der größte Teil der Stadt liegt östlich der Brücke auf der Insel Euböa. Es gibt jedoch auch einen kleinen Stadtteil auf dem griechischen Festland, der sich schnell entwickelt.

Euböa Limni village Euböa Limni village - © Lefteris Papaulakis / Fotolia.comAuf einem Hügel in der Nähe erhebt sich die türkische Karababa-Burg, die 1686 auf den Ruinen einer Festung des 5. Jh. v.Chr. erbaut wurde. Von der Burg hat man einen traumhaften Ausblick auf die Stadt und den Golf. Südöstlich der Brücke erstreckt sich der Stadtteil Kastro. Am Eingang von Kastro liegt die Emir Sade-Moschee, vor der ein Marmorbrunnen steht.

In der Nähe der Moschee, in der heute Museum mit mittelalterlichen und byzantinischen Ausstellungsstücken eingerichtet ist, liegt die älteste Kirche von Chalkida, Ajia Paraskevi. Im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde diese Basilika erbaut, die Franken und die Venezianer nahmen viele Veränderungen an ihr vor. Besonders eindrucksvoll ist der Schmuck des Innenraumes. An der Leoforos Eleftherios Veniselos liegt das archäologische Museum mit interessanten Funden aus ganz Euböa, vor allem aber aus Eretria.

Besonders bemerkenswert ist ein Fragment des Giebels des Apollo Daphnephoros in Eretria. In Chalkida lohnt sich auch ein Besuch des volkskundlichen Museums so wie der Städtischen Gemäldegalerie und der mittelalterlichen Wasserleitung. Auf keinen Fall versäumen sollte man jedoch einen Spaziergang an dem malerischen Ufer mit den vielen Cafès und Restaurants und der berühtmen Euripos-Brücke.

Die erste Brücke war hier 441 v.Chr. erbaut worden. Drei weitere schlossen sich an. 1962 wurde die jüngste Brücke errichtet. Von der Brücke aus kann die rasche Strömung in der Meerenge beobachtet werden. Auch der wechsel der Fließrichtung kann von hier sehr schön beobachtet werde. Dieses Phänomen an der Meerenge Euripos beschäftigt seit dem Altertum die Besucher und Forscher gleichermaßen.